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| die Mannschaft nach getaner Arbeit |
Sonntag, 13. April 2014
Zuhören
Zum Unterrichtsthema "Joseph und Hyrum Smith: Zeugen für Jesus Christus" fand ich die Unterrichtshilfe "Wer fleißiges Lernen fördern möchte, sollte auch aufmerksam zuhören." (https://www.lds.org/manual/teachings-of-presidents-of-the-church-joseph-fielding-smith/chapter-7-joseph-and-hyrum-smith-witnesses-for-christ?lang=deu) Ich fand, dass "Zuhören" auch als Schlüsselwort für den ganzen Unterricht gelten konnte. Aus der Lebensgeschichte von Präsident Smith erfahren wir, dass er seiner Tante zuhörte, wenn sie von seinem Großvater berichtete. Diese Geschichten einer Zeitzeugin prägten sein Zeugnis von der Wahrheit der Kirche. Die Frage nach der Verbindungsstelle zwischen Jesus Christus und dem jungen Joseph Smith führt zu seiner Lebensgeschichte, wo es am Schluss des 17. Verses heißt: "Dies ist mein geliebter Sohn. Ihn höre!" (https://www.lds.org/scriptures/pgp/js-h/1?lang=deu) Warum sollten wir auf einen Propheten hören, der kein Gelehrter aber ein von Gott Berufener war? Jesus Christus sagt ihm: "Diese Generation wird mein Wort durch dich bekommen." (L. &. B. 5:10; https://www.lds.org/scriptures/dc-testament/dc/5?lang=deu) Dabei umfasst Generation im übergeordneten Sinn alle Menschen, die in dieser letzten Zeit vor dem zweiten Kommen Christi leben, gelebt haben oder noch leben werden. Hören wir auch zu, wenn der jüngere von zwei Brüdern etwas zu sagen hat? Wir erinnern uns an die Beziehung zwischen Mose und Aaron oder den Söhnen Jakobs zu ihrem zweitjüngsten Bruder Joseph. Letztlich bewegte mich die Frage des Leitfadens, auf welche Weise wir den Märtyrertod der beiden Brüder in Ehren halten können. Ich erinnerte mich an die gerade vergangene 184. Frühjahrsgeneralkonferenz und der Überlegung meiner Frau und mir, ob wir nicht die letzte von drei am Sonntag übertragenen jeweils zweistündigen Versammlungen auch zu Hause am PC hören könnten. Wir entschieden uns zum Zuhören in der Kapelle des Gemeindehauses, einem Opfer an Bequemlichkeit, und wurden dafür reich belohnt. -
An diesem Wochenende beteiligten wir uns auch zum 11. mal an der Aktion des Stadtbezirks Hombruch "sauber macht lustig". Kaum einer wird bemerkt haben, dass unsere 6 Missionare dabei etwas Besonderes leisteten. Während die Gemeindemitglieder schon ihr Einsatzgebiet säuberten, begleiteten sie noch die Pfahljugend auf einem kurzen Missionseinsatz. Nach der Rückkehr zogen sie sich schnell um und säuberten im einstündigen Kurzeinsatz eine Grünzone, die immer besonders vermüllt ist. Sie füllten drei große Müllsäcke. Als sie zurückkehrten, war der Pressefotograf schon wieder abgefahren, doch rief ich alle Teilnehmer zu einem gemeinsamen Bild mit ihnen zusammen. Ich wollte, dass ihr Beitrag an dem Gesamtergebnis des Gemeindeteams sichtbar wurde. Sie hätten sich mit dem Missionseinsatz entschuldigen können, doch brachten sie ein zusätzliches Opfer, um sich mannschaftsdienlich zu zeigen. Außerdem bemerkte ich, dass zwei Missionare jeweils einen Sack Müll anschleppten, während die Sisters nur die leichten Greifzangen zu tragen hatten. Für mich war das einin Zeichen des besonderen Teamgeistes und der Dienstbereitschaft unter den Missionaren selbst. Sicherlich lohnt es sich, ihre eigentliche Botschaft zu hören, zu der sie berufen sind, wenn sie praktisch zeigen, wie sie diese Botschaft in den Alltag übertragen können.
Montag, 7. April 2014
Der 6. April
Am Hauptsitz der Kirche finden jährlich am ersten April- und Oktoberwochenende Generalkonferenzen statt. Die erste von ihnen fand 1830 genau am gleichen 6. April, wie wir ihn gestern hatten, statt, der als Datum für die Wiederherstellung der Kirche Jesu Christi und auch als uns geoffenbartes Datum der Geburt Christi gilt. Obwohl wir in der Kirche mit der übrigen Christenheit zu Weihnachten die Geburt Christi feiern, so wissen wir doch, dass die Geburt eigentlich an einem 6. April stattgefunden haben wird. Mich beeindruckt nicht nur die Bedeutung dieses Tages, sondern auch die Konstanz, mit der im halbjährigen Abstand Generalkonferenzen von Anfang an durchgeführt wurden. Diese Beständigkeit war nicht immer leicht aufrecht zu erhalten, sondern erforderte zuweilen sicher große Opfer und zeigt, welch außerordentlich hohe Priorität Konferenzen, zu denen alle - Amtsträger, einfache Mitglieder und Gäste - eingeladen sind, in der Kirche genießen. So fand am vergangenen Samstag und Sonntag die 184. Frühjahrs-Generalkonferenz im großen Kongresszentrum von Salt Lake City statt und wurde über die modernen Kommunikationsträger in alle Welt übertragen. Wir hatten auf diese Weise auch in Dortmund die Gelegenheit, auf einer großen Projektionswand in der Kapelle des Gemeindehauses die Versammlungen in deutscher Übersetzung sowie in anderen Räumen auf Monitoren in englisch und spanisch mit zu verfolgen. Was für einen Sinn haben solche Konferenzen? Bruce McConkie beschreibt ihn in seinem Werk "Mormon Doctrins" wie folgt:
1. um den König, den Herrn der Heere anzubeten,
2. um im Glauben ... aufgebaut zu werden,
3. um Geschäftsangelegenheiten der Kirche (Buchprüfung- und statistischer Bericht) durchzuführen,
4. um ... Beamte, die die Angelegenheiten des Reiches verwalten sollen, zu bestätigen,
5. um von seinen (berufenen) Knechten (vornehmlich dem Propheten, seine Ratgebern und den Aposteln) Rat, Inspiration und Offenbarung zu empfangen.
McConkie kommentiert, dass Konferenzen mehr sind als religiöse Versammlungen und hauptsächlich dazu dienen, den Menschen den Sinn und Willen des Herrn zu offenbaren.
Mich beschäftigte z. B. in der letzten Zeit die Wahl der Sprache, die wir in unserer Kommunikation per E-Mail benutzen. Netiquette war ein nützlicher Begriff, den ich in diesem Zusammenhang lernte. Auf dieser Konferenz hörte ich eine Ansprache von Elder W. Craig Zwick (http://media2.ldscdn.org/assets/general-conference/april-2014-general-conference/2014-04-2080-elder-w-craig-zwick-64k-deu.mp3,9) die mich anrührte und mir die Zusammenhänge aus der Sicht des Evangeliums verdeutlichte. Ausgehend von der Ermahnung des Apostels Paulus an die Epheser, kein böses Wort über unsere Lippen zu lassen (Epheser 4:29; http://www.bibleserver.com/text/LUT/Epheser4), gab er uns ein Beispiel aus dem Buch Mormon, wie Lehi auf die Vorwürfe seiner Ehefrau Saria reagierte.
Es gab noch mehrere Ansprachen zu aktuellen mich bewegenden Gedanken: Apostel Ballards Ansprache, die uns Mut macht, nachzufassen, Apostel Bednars Ansprache, die uns den Sinn verdeutlichte, warum wir bereit sein sollten, Lasten zu tragen, Apostel Oaks Ansprache zur Begründung der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, Präsident Uchtdorfs Ansprache zur Dankbarkeit auch in schwierigen Lebenssituationen und die Ansprache des Propheten Thomas S. Monson zu den beiden wichtigsten Geboten von Gottes- und Nächstenliebe. -
In der letzten Woche war auch Wechsel in der Zusammensetzung der Missionarspaare. Sister Kearl ist nach Wiesbaden versetzt worden und Sister Woods
neue Mitarbeiterin ist jetzt Sister Miller, die aus Feucht zu uns gekommen ist. Sie dient schon 14 Monate auf Mission in Deutschland und war vor ihrem letzten Aufenthalt auch in Frankfurt und Darmstadt. Sie stammt aus American Fork in Utah, USA. Ihr Vater ist hauptamtlicher Mitarbeiter bei FamilySearch und die Mutter Hausfrau, die vier Kinder groß gezogen hat, von denen jetzt zwei im deutschsprachigen Europa auf Mission sind. Sister Miller hat vor ihrer Mission schon Media Art an der Brigham Young Universität studiert und will einmal Regisseurin werden. Sie stammt in einem Zweig aus einer Pioniersfamilie. Einer ihrer Vorfahren war Orson Hyde, der zu den ersten Missionaren gehörte, die 1837 anach Großbritannien kamen. Auch hier kann festgestellt werden, dass unsere jungen Missionare nicht aus einem Strohfeuer an Begeisterung heraus dienen, sondern dass der missionarische Gedanke sich aus dem Evangelium speist. Zu Sister Millers Lieblingsschriftstellen gehört ein Gedanke aus Lehre und Bündnisse, den neuzeitlichen Offenbarungen: "Fürchtet euch nicht, Gutes zu tun, ... denn was auch immer ihr sät, das werdet ihr auch ernten. ... seid treu, haltet meine Gebote, dann werdet ihr das Himmelreich ererben" (L. &. B. 6:33-37; https://www.lds.org/scriptures/dc-testament/dc/6?lang=deu).
Ich bin überzeugt, dass sie uns gemeinsam mit Sister Wood mit ihrem guten Tun viel Freude bereiten und ein Segen für Mitglieder und Freunde der Kirche in Dortmund sein wird.
1. um den König, den Herrn der Heere anzubeten,
2. um im Glauben ... aufgebaut zu werden,
3. um Geschäftsangelegenheiten der Kirche (Buchprüfung- und statistischer Bericht) durchzuführen,
4. um ... Beamte, die die Angelegenheiten des Reiches verwalten sollen, zu bestätigen,
5. um von seinen (berufenen) Knechten (vornehmlich dem Propheten, seine Ratgebern und den Aposteln) Rat, Inspiration und Offenbarung zu empfangen.
McConkie kommentiert, dass Konferenzen mehr sind als religiöse Versammlungen und hauptsächlich dazu dienen, den Menschen den Sinn und Willen des Herrn zu offenbaren.
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| Siebziger W. Craig Zwick |
Es gab noch mehrere Ansprachen zu aktuellen mich bewegenden Gedanken: Apostel Ballards Ansprache, die uns Mut macht, nachzufassen, Apostel Bednars Ansprache, die uns den Sinn verdeutlichte, warum wir bereit sein sollten, Lasten zu tragen, Apostel Oaks Ansprache zur Begründung der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, Präsident Uchtdorfs Ansprache zur Dankbarkeit auch in schwierigen Lebenssituationen und die Ansprache des Propheten Thomas S. Monson zu den beiden wichtigsten Geboten von Gottes- und Nächstenliebe. -
In der letzten Woche war auch Wechsel in der Zusammensetzung der Missionarspaare. Sister Kearl ist nach Wiesbaden versetzt worden und Sister Woods
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| Sister Miller (l), Sister Wood (r) |
Ich bin überzeugt, dass sie uns gemeinsam mit Sister Wood mit ihrem guten Tun viel Freude bereiten und ein Segen für Mitglieder und Freunde der Kirche in Dortmund sein wird.
Montag, 31. März 2014
Fasten, beten und berichten
Es ist schon zur Tradition geworden, in der Gemeinde jährlich 40 Tage, das heißt in vier Zeitabschnitten von jeweils 10 Tagen, besonders für die Missionsarbeit zu fasten und zu beten. Der erste Abschnitt umfasste die Zeit vom 20. bis 30. März. Die Mitglieder sind dazu eingeladen, sich an dem Fasten und Beten zu beteiligen und einen Tag auszuwählen, für den sie diesen besonderen Auftrag übernehmen. So bildet sich eine Gruppe, in der wir wie in einer Staffel den Stab von Tag zu Tag weitergeben. Am abschließenden Sonntag findet dann ein gemeinsames Essen in der Gemeinde statt, an dem alle Versammlungsbesucher teilnehmen können. Solches Fasten und Beten ist vertraulich. Darüber wird deshalb in der Regel nicht berichtet. Da diese Blogbeiträge aber das Gemeindeleben aufzeigen und mit ihm vertraut machen wollen, will ich darüber berichten, was mich in diesen Fasten- und Gebetstagen besonders berührt hat.
Zunächst bekam ich nach meinem Fasttag die Nachricht vom Tod eines Freundes, den ich während meines Berufslebens kennenlernte. Sie machte mir die Kostbarkeit jedes mir geschenkten Lebenstages bewusst.
Als ich dann mit meinem Heimlehrpartner einen Besuch machte und mit unseren Gastgebern über das gegebene Thema "Dienen und ewiges Leben" sprach(https://www.lds.org/liahona/2014/03/service-and-eternal-life?lang=deu), kam mir der Gedanke, dass unser Ehepartner der Allernächste ist, dem ich dienen sollte. Ihm kann ich täglich meine besondere Aufmerksamkeit schenken. Die Gastgeberin wandte sich ihrem Mann zu und lobte diesen Gedanken. Vielleicht könnte seine Aufmerksamkeit darin bestehen, sie zum Mittagessen in einem Restaurant einzuladen, wenn wegen wichtiger Arbeiten keine Zeit zum Kochen bliebe. Wahrscheinlich durch mein vorausgegangenes Fasten und Beten angeregt, wurden meine Gedanken im Laufe des Abends jedoch mehr auf den Zusammenhang zwischen Dienst und ewigem Leben gelenkt. Ehepartnern ist ewiges Leben verheißen. Wie könnte jetzt mein Dienst mehr dazu beitragen. Nicht nur beruflich bin ich ein begeisterter Lehrer. So habe ich mir vorgenommen, mit meiner Frau gemeinsam wieder täglich in der Heiligen Schrift zu lesen, wie es der Leseplan für die Sonntagsschule vorsieht, und mich dabei so auf die Lesung vorzubereiten, als wenn ich einen Unterricht darüber geben wollte. -
Dann waren wir zu einem Geburtstag eingeladen. Dort setzte sich ein Bekannter zu mir und berichtete voll innerer Freude davon, wie er als Besatzungskind, durch meine genealogische Beratung angeregt, seinen amerikanischen Vater identifizieren konnte, der zwar nicht mehr lebe, aber zu dessen Töchtern, seinen Halbschwestern, er jetzt einen liebenswerten Kontakt habe aufbauen können. Dieser Bekannte war in seiner Jugend aktiv in der Kirche tätig gewesen und erzählte mir von sich aus, welchen guten Einfluss das Evangelium auf sein Leben gehabt habe, obwohl er die direkte Verbindung zu einer Kirchengemeinde verlor. Ich führe es auf mein Fasten und Beten zurück, dass sich dieses Gespräch ergab, bezeugte ihm, dass ich dankbar für das wiederhergestellte Evangelium sei und entsprechende Einflüsse auch in meinem Leben verspürt habe und lud ihn ein, wieder mit seiner Familie in die Kirche zurückzukehren.
Nun ist ein fünftes Quartal meiner Blogbeiträge beendet. Hier folgt nun mein Bericht dazu:
Meine bisher 66 Blogbeiträge wurden insgesamt 8.447 mal aufgerufen. Dabei wurde der letzte Quartalsbericht "Jahresbericht und mehr" von 184 Lesern am häufigsten gewählt. Diesem Beitrag folgen nach dem Interesse "Erkenne mein Herz! /Know my heart" (170) und "Dicht beieinander stehen/Standing tight together" (143). Die ersten fünf Plätze bei der Leserschaft nehmen ein: Deutschland (5.518), USA (1536), Russische Förderation (336), Österrich (115), Schweiz (115). Der erhoffte Gedankenaustausch durch direkte Kommentierung von Beiträgen hat sich eher selten ergeben. Dafür erhalte ich über fb öfter persönlich verfasste Rückmeldungen oder ein "gefällt mir". Insgesamt fühle ich mich ermutigt, meine Berichte als GML fortzusetzen und danke allen, die mich dabei wohlwollend unterstützen.
Zunächst bekam ich nach meinem Fasttag die Nachricht vom Tod eines Freundes, den ich während meines Berufslebens kennenlernte. Sie machte mir die Kostbarkeit jedes mir geschenkten Lebenstages bewusst.
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| Dienen in der Familie |
Dann waren wir zu einem Geburtstag eingeladen. Dort setzte sich ein Bekannter zu mir und berichtete voll innerer Freude davon, wie er als Besatzungskind, durch meine genealogische Beratung angeregt, seinen amerikanischen Vater identifizieren konnte, der zwar nicht mehr lebe, aber zu dessen Töchtern, seinen Halbschwestern, er jetzt einen liebenswerten Kontakt habe aufbauen können. Dieser Bekannte war in seiner Jugend aktiv in der Kirche tätig gewesen und erzählte mir von sich aus, welchen guten Einfluss das Evangelium auf sein Leben gehabt habe, obwohl er die direkte Verbindung zu einer Kirchengemeinde verlor. Ich führe es auf mein Fasten und Beten zurück, dass sich dieses Gespräch ergab, bezeugte ihm, dass ich dankbar für das wiederhergestellte Evangelium sei und entsprechende Einflüsse auch in meinem Leben verspürt habe und lud ihn ein, wieder mit seiner Familie in die Kirche zurückzukehren.
Nun ist ein fünftes Quartal meiner Blogbeiträge beendet. Hier folgt nun mein Bericht dazu:
Meine bisher 66 Blogbeiträge wurden insgesamt 8.447 mal aufgerufen. Dabei wurde der letzte Quartalsbericht "Jahresbericht und mehr" von 184 Lesern am häufigsten gewählt. Diesem Beitrag folgen nach dem Interesse "Erkenne mein Herz! /Know my heart" (170) und "Dicht beieinander stehen/Standing tight together" (143). Die ersten fünf Plätze bei der Leserschaft nehmen ein: Deutschland (5.518), USA (1536), Russische Förderation (336), Österrich (115), Schweiz (115). Der erhoffte Gedankenaustausch durch direkte Kommentierung von Beiträgen hat sich eher selten ergeben. Dafür erhalte ich über fb öfter persönlich verfasste Rückmeldungen oder ein "gefällt mir". Insgesamt fühle ich mich ermutigt, meine Berichte als GML fortzusetzen und danke allen, die mich dabei wohlwollend unterstützen.
Montag, 24. März 2014
Was wir sehen sollten
In der letzten Woche gestalteten wir mit den Missionaren die Trauerandacht für einen aus dem Iran stammenden Verwandten einer Mitgliedsfamilie. Auf der Traueranzeige las ich ein Zitat von Antoine de Saint-Exupéry aus dem kleinen Prinzen: "Wenn Du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein als lachten alle Sterrne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache."
Als ich nachlas, in welchem Zusammenhang das Zitat steht, fand ich eine Kinderzeichnung, die Erwachsene als alten Hut sahen, mit der das Kind aber vor einer Riesenschlange warnen wollte, die einen Elefanten verschlungen hatte. Auch eine Längsschnittzeichnung mit dem Elefanten in der Schlange konnte nicht beeindrucken, sondern führte nur zu dem Rat, nicht weiter zu zeichnen, sondern sich mehr mit Naturwissenschaften als Grundlagen für den späteren Beruf zu beschäftigen. So wurde aus dem Kind ein Pilot, der aber nach einer Notlandung in der Wüste auf den kleinen Prinzen trifft, der ihn bittet, für ihn ein Lamm zu zeichnen. Unschwer lässt sich aus der weiteren Erzählung entnehmen, dass sie von Jesus Christus handelt, der unser aller Retter ist und doch so klein gedacht werden kann, dass er in einem Stall geboren werden sowie in unserem Herzen Platz finden kann. Unsere Beziehung zu ihm sollte so sein, dass wir beim Betrachten der Sterne lachen können, weil wir durch ihn der Gefahr, die von der Schlange ausgeht, trotzen können. -
Damit wir eine solche Beziehung aufbauen können, brauchen wir seine Kirche, zu deren Besuch wir sowohl als Mitglieder, aber auch besonders als Missionare einladen. Die Abendmahlsversammlung steht im Zentrum des sonntäglichen Kirchenbesuchs. In ihr erneuern wir beim Abendmahl unser Taufbündnis und erhalten dabei die Verheißung, den Heiligen Geist im Alltag als Schutz bei uns zu haben.
Nach dem Abendmahl hören wir Ansprachen von Mitgliedern über gestellte oder freie Themen, die uns zeigen wollen, wie wir den Alltag bewältigen und unser Lebensziel, einmal in die Gegenwart Gottes zurückkehren, erreichen können. Am gestrigen Sonntag sprachen Schwester Janina Welter, die Missionarin Sister Wood und der Ratgeber des Bischofs Benjamin Titz, der insgesamt für die Verteilung der Ansprachen zuständig ist und einen ausgefallenen Sprecher vertrat. Schwester Welter sprach über die Sabbatheiligung, wobei sie besonders betonte, dass wir durch die Befolgung dieses Gebotes innerlich gestärkt und als Familie näher zusammengeführt werden. Es würde ihr helfen, das Gebot zu befolgen, wenn sie sich fragt, wie Christus die Freizeit des Sonntags verbringen würde.
Sister Wood befasste sich dann mit der Nächstenliebe, die wir als reine Christusliebe ausüben sollen. Durch sie schaffen wir eine Voraussetzung für die Rückkehr in unsere himmlische Heimat. Sie erfuhr persönlich als ungeliebtes und vor die Tür gesetztes Au Pair Mädchen, wie eine kleine Tat der Nächstenliebe von einer ihr unbekannten Frau sie tröstete und weiter half.
Bruder Titz sprach über die Zweifel, wie sie der ungläubige Thomas hatte, der doch auch ein Apostel war und verwies auf einen Gedanken, der auf der letzten Generalkonferenz geäußert wurde, dass wenn wir an unserem Glauben zweifeln, dann doch zunächst an unserem eigenen Zweifel. Er führte diesen auf unsere Angst zurück, ungeliebt zu sein. Wenn wir aber unseren Glauben daran stärken, dass wir Kinder Gottes sind und deshalb jeder Einzelne von ihm geliebt wird, dann können wir solche Angst überwinden. Er forderte uns im Glauben den Mut aufzubringen, auch in kleinen Dingen Gott zu bitten, um zu erfahren, dass er uns hilft.
Antoine de Saint-Exupéry beschrieb sich als ein solches Kind, das vor der Gefahr, die durch die Boa droht, warnen wollte und dann erfuhr, von wem wirklich Rettung zu erwarten ist und durch wen wir zum Lachen ermutigt werden.
Als ich nachlas, in welchem Zusammenhang das Zitat steht, fand ich eine Kinderzeichnung, die Erwachsene als alten Hut sahen, mit der das Kind aber vor einer Riesenschlange warnen wollte, die einen Elefanten verschlungen hatte. Auch eine Längsschnittzeichnung mit dem Elefanten in der Schlange konnte nicht beeindrucken, sondern führte nur zu dem Rat, nicht weiter zu zeichnen, sondern sich mehr mit Naturwissenschaften als Grundlagen für den späteren Beruf zu beschäftigen. So wurde aus dem Kind ein Pilot, der aber nach einer Notlandung in der Wüste auf den kleinen Prinzen trifft, der ihn bittet, für ihn ein Lamm zu zeichnen. Unschwer lässt sich aus der weiteren Erzählung entnehmen, dass sie von Jesus Christus handelt, der unser aller Retter ist und doch so klein gedacht werden kann, dass er in einem Stall geboren werden sowie in unserem Herzen Platz finden kann. Unsere Beziehung zu ihm sollte so sein, dass wir beim Betrachten der Sterne lachen können, weil wir durch ihn der Gefahr, die von der Schlange ausgeht, trotzen können. -
Damit wir eine solche Beziehung aufbauen können, brauchen wir seine Kirche, zu deren Besuch wir sowohl als Mitglieder, aber auch besonders als Missionare einladen. Die Abendmahlsversammlung steht im Zentrum des sonntäglichen Kirchenbesuchs. In ihr erneuern wir beim Abendmahl unser Taufbündnis und erhalten dabei die Verheißung, den Heiligen Geist im Alltag als Schutz bei uns zu haben.
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| heutige Sprecher/innen: Sister Wood, Schw. Welter u. Brd. Titz |
Sister Wood befasste sich dann mit der Nächstenliebe, die wir als reine Christusliebe ausüben sollen. Durch sie schaffen wir eine Voraussetzung für die Rückkehr in unsere himmlische Heimat. Sie erfuhr persönlich als ungeliebtes und vor die Tür gesetztes Au Pair Mädchen, wie eine kleine Tat der Nächstenliebe von einer ihr unbekannten Frau sie tröstete und weiter half.
Bruder Titz sprach über die Zweifel, wie sie der ungläubige Thomas hatte, der doch auch ein Apostel war und verwies auf einen Gedanken, der auf der letzten Generalkonferenz geäußert wurde, dass wenn wir an unserem Glauben zweifeln, dann doch zunächst an unserem eigenen Zweifel. Er führte diesen auf unsere Angst zurück, ungeliebt zu sein. Wenn wir aber unseren Glauben daran stärken, dass wir Kinder Gottes sind und deshalb jeder Einzelne von ihm geliebt wird, dann können wir solche Angst überwinden. Er forderte uns im Glauben den Mut aufzubringen, auch in kleinen Dingen Gott zu bitten, um zu erfahren, dass er uns hilft.
Antoine de Saint-Exupéry beschrieb sich als ein solches Kind, das vor der Gefahr, die durch die Boa droht, warnen wollte und dann erfuhr, von wem wirklich Rettung zu erwarten ist und durch wen wir zum Lachen ermutigt werden.
Sonntag, 16. März 2014
Sonntagsschule: Ort nachhaltigen Lernens
Wenn Mitgieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage am Sonntag zur Kirche gehen, dann in der Regel traditionell festlich gekleidet, Büchertaschen oder Laptops mit sich tragend als ganze Familien. Entsprechend ist das Kirchengebäude mit einer Kapelle als Hauptraum, aber auch mit vielen Klassenräumen sowie einer Handbibliothek ausgestattet.
Habe ich im letzten Beitrag die Lehrer/innen des ersten Versammlungsabschnitts vorgestellt, so lade ich heute dazu ein, die Sonntagsschule, ihre Lehrer/innen und ihre Unterrichtsthemen im zweiten Teil unserer sonntäglichen Versammlungszeit kennenzulernen:
Von links nach rechts: Benjamin Titz, Ratgeber des Bischofs, Lehrer im Tempelvorbereitungsseminar mit dem Thema: Im Tempel erfahren wir Näheres über den großen Erlösungsplan; Thomas Strüning, Sonntagsschulleiter und Lehrer der Evangeliumslehreklasse für Erwachsene zum Thema: Segen der Erstgeburt (Genesis 24-29); Ehe im Bund; Christiane Petzold, Lehrerin der Evangeliumsaufbauklasse zum Thema: Die Ordnung des Priestertums; Evelyn Roark, heute neu berufene Lehrerin in der Evangeliumslehreklasse für Erwachsene (s.o.); Ana Castro, Lehrerin in der Primarvereinigung (PV) bei den "Sonnenstrahlen" (3-Jährige) zum Thema: Ich bin dankbar für die Bäume, die Pflanzen und die Blumen; Mathias Hiemer, Lehrer der Jugendklasse zum Thema Sühnopfer; Daniela Müller von Klobuczinsky, Lehrerin in der PV bei den "Wähle dasRechte"-Kindern (WDR, 8 bis 11-Jährige) zum Thema Adam und Eva leben nach dem Evangelium Jesu Christi; Horst Krienke, Lehrer in der PV bei den "Wegbereitern" (4 bis 7 -Jährige) zum Thema Abraham und Lot (Die Liebe Abrahams); Ingrid Kämena, Lehrerin in der PV bei den "Sonnenstrahlen" (s.o.).
Habe ich im letzten Beitrag die Lehrer/innen des ersten Versammlungsabschnitts vorgestellt, so lade ich heute dazu ein, die Sonntagsschule, ihre Lehrer/innen und ihre Unterrichtsthemen im zweiten Teil unserer sonntäglichen Versammlungszeit kennenzulernen:
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| Lehrer und Lehrerinnen in der Sonntagsschulzeit |
Wenn ich auch auf Grund meiner Berufung als Gemeindemissionsleiter am Unterricht in der Evangeliumsaufbauklasse teilnehme, so versuche ich doch, mich gemeinsam mit meiner Frau auch auf den Unterricht der Erwachsenenklasse vorzubereiten, die im vierjährigen Turnus die Heiligen Schriften behandelt. In diesem Jahr lesen wir das Alte Testament, auf das sich auch das heutige Unterrichtsthema über Genesis 24 - 29 bezieht. Es ist ein gutes Beispiel für nachhaltiges Verhalten, das wir in der Kirche lernen wollen. In kirchlich geprägter Wortwahl geht es um die segensreiche Auswirkung von Entscheidungen, die nicht kurzfristig Befriedigung anstreben, sondern auf langfristiges oder ewiges Glück hin angelegt sind. So werden im Leitfaden für die Teilnehmer folgende Fragen gestellt, auf die dann im Unterricht an Hand der Schrift Antworten gefunden werden können:
"Inwiefern machen einige von uns Fehler wie Esau und entscheiden sich
für das, was zwar momentane Befriedigung bringt, aber nicht von ewigem
Wert ist?
Was können wir aus Jakobs Bemühungen, im Bund zu heiraten, lernen? (Siehe Genesis 28:1–5; 29:1–28.)
Was können Kinder und Jugendliche tun, um sich darauf vorzubereiten, im
Tempel zu heiraten? Was müssen zwei Menschen, die im Tempel geheiratet
haben, tun, damit sie tatsächlich eine ewige Ehe führen?" (https://www.lds.org/manual/old-testament-class-member-study-guide/lesson-10-birthright-blessings-marriage-in-the-covenant?lang=deu)
Nach dem Unterricht in den verschiedenen Klassen besuchen dann alle gemeinsam die Abendmahlsversammlung, über die ich dann in meinem nächsten Beitrag berichten will. Meine Dankbarkeit für die Sonntagsschule besingt treffend eins unserer Kirchenlieder: "Sei willkommen, Sonntag morgen, der uns stets so friedlich lädt, weg von Erdenleid und Sorgen zu dem Herren im Gebet! Wenn zur Sonntagsschul wir eilen, treffen Freunde, die uns lieb, freuen wir uns, zu verweilen, wo uns Gott Erkenntnis gibt."
Montag, 10. März 2014
Einladen und warnen
Am traditionellen Kirchenbesuch gemessen, ist eine sonntägliche Versammlungszeit in der Kirche Jesu Christi der Heilgen der Letzten Tage von insgesamt 3 Stunden außergewöhnlich. Diese Zeit gliedert sich für erwachsene Besucher in drei Abschnitte, den parallelen Versammlungen der Priestertumsgruppen und der Frauenhilfsvereinigung, der folgenden nach Altersgruppen gegliederten Sonntagsschule und der abschließenden Abendmahlsversammlung für alle gemeinsam.
Heute berichte ich von der ersten Stunde, in der in drei verschiedenen Klassen das Thema "Glaube und Umkehr" unterrichtet wurde. Als Unterrichtshilfe dient dazu der Leitfaden Lehren der Präsidenten der Kirche: Joseph Fielding Smith (https://www.lds.org/manual/teachings-of-presidents-of-the-church-joseph-fielding-smith?lang=deu). Dieser Präsident führte die Kirche als Prophet von 1970 bis 1972, war aber schon seit 1910 Mitglied im Apostelkollegium.
Lehrer in der Gruppe der Hohenpriester war ihr Leiter Thomas Oelkrug (links im Bild), Lehrerin in der Frauenhilfsvereinigung war Heike Nabrotzky (in der Bildmitte) und gemeinsam belehrten die Misssionare Elder Clark und Elder Robinson (rechts im Bild) das Ältestenkollegium.
Der Kerngedanke des Unterrichts war, dass wir innerhalb wie außerhalb der Kirche Umkehr brauchen. "Wir brauchen mehr Glauben und mehr Entschlossenheit, dem Herrn zu dienen." Das lange Leben von Joseph Fielding Smith und sein unermüdliches Wirken im Erlösungswerk sind dafür ein beredtes Beispiel. Fühlen wir uns durch eine solche Lebensführung eingeladen und dienen seine Belehrungen uns als Warnung, diesen Weg nicht zu verlassen? Glaube zeigt sich in aktivem Handeln und Umkehr ist ein lebenslanger Lernprozess, natürliche Trägheit zu überwinden, um ewiges Glück zu erlangen.
Da können uns die neuen Missionare, die ich heute vorstellen kann, ein Beispiele sein:
Elder Swallow hat Elder Weidmann ersetzt, der nach Koblenz versetzt wurde, und ist jetzt Mitarbeiter von Elder Hunter. Er ist seit sechs Monaten auf Mission, jetzt aus Offenbach zu uns gekommen und stammt aus Albany, Oregon, USA. Sein Vater arbeitet als Verkaufsmanager im Bereich der Medizintechnik und seine Mutter als Lehramtsassistentin an einer Primary School. Er hat noch zwei Geschwister, hat die High School und schon ein Jahr Studium Generale an einer Elite-Universität in Washington D.C. absolviert. Nach seiner Mission möchte er Rechtswissenschaft studieren. In ihm war der Wunsch, auf Mission zu gehen, schon lange vorhanden, doch bedurfte es dann doch einer konkreten Entscheidung dazu. Sie ist eine solche Umkehr, eine Überwindung der Trägheit. Nun aber fühle er sich wie Henoch, zu dem Gott sprach: "Gehe hin und tue, wie ich dir geboten habe, ... Sprich zu diesem Volk: Wählt euch heute, Gott zu dienen ... Siehe, mein Geist ruht auf dir, ... darum wandle mit mir!" (Mose 6: 32-34; https://www.lds.org/scriptures/pgp/moses/6?lang=deu)
Elder Clark ist schon seit einem Jahr auf Mission und diente bisher in den Gemeinden Erfurt, Aachen und Gelsenkirchen. Er ersetzt Elder Leyman, der nach Essen versetzt wurde. Er stammt aus Ogden, Utah, USA und ist ein echter Naturbursche, der sich am liebsten iim Freien aufhält. Sein Vater ist Manager im Bauwesen und seine Mutter Kindergärtnerin mit einer Spezialausbildung für gehörlose Kinder. Elder Clark hat in der Firma seines Onkels das Bauhandwerk von der Pike auf gelernt und sich dabei das Geld für seine naturnahen Hobbys wie Reisen, Angeln oder Fallschirm-Springen verdient. Für einen solchen jungen Mann sind die Verhaltensregeln als Missionar eine besondere Herausforderung und die Bereitschaft, sie einzuhalten, sind sicher auch ein Zeichen großer Umkehrbereitschaft, die aus bewusst geübtem Glauben erwächst. Sein Lieblingskapitel ist 1. Nephi 11, in dem Nephi, wie sein Vater Lehi, eine Vision vom Baum des Lebens erhält. (https://www.lds.org/scriptures/bofm/1-ne/11?lang=deu) Sein Vater ist für ihn das Beispiel glaubensstarker und tatkräftiger Lebensführung. Die Bilderreihe von seiner Familie, die Elder Clark mit sich führt und die er gern zeigt, verrät auch sein Talent als Schauspieler. Schon lange hege ich den Wunsch, auf Straßenausstellungen Szenen aus den Heiligen Schriften aufzuführen. In Elder Clark habe ich einen Darsteller für solche Szenen gefunden.
Einladen und warnen sind die zwei Seiten der Missionsmedaille. Nicht nur ein ehrwürdiger Präsident fühlte sich verpflichtet, auf diese Weise seinen Lebensauftrag als besonderer Zeuge für Jesus Christus zu erfüllen, sondern auch die jungen Missionare sehen ihren Missionsauftrag genauso.
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| Die Lehrer in den drei Klassen |
Lehrer in der Gruppe der Hohenpriester war ihr Leiter Thomas Oelkrug (links im Bild), Lehrerin in der Frauenhilfsvereinigung war Heike Nabrotzky (in der Bildmitte) und gemeinsam belehrten die Misssionare Elder Clark und Elder Robinson (rechts im Bild) das Ältestenkollegium.
Der Kerngedanke des Unterrichts war, dass wir innerhalb wie außerhalb der Kirche Umkehr brauchen. "Wir brauchen mehr Glauben und mehr Entschlossenheit, dem Herrn zu dienen." Das lange Leben von Joseph Fielding Smith und sein unermüdliches Wirken im Erlösungswerk sind dafür ein beredtes Beispiel. Fühlen wir uns durch eine solche Lebensführung eingeladen und dienen seine Belehrungen uns als Warnung, diesen Weg nicht zu verlassen? Glaube zeigt sich in aktivem Handeln und Umkehr ist ein lebenslanger Lernprozess, natürliche Trägheit zu überwinden, um ewiges Glück zu erlangen.
Da können uns die neuen Missionare, die ich heute vorstellen kann, ein Beispiele sein:
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| Elder Swallow |
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| Elder Clark |
Einladen und warnen sind die zwei Seiten der Missionsmedaille. Nicht nur ein ehrwürdiger Präsident fühlte sich verpflichtet, auf diese Weise seinen Lebensauftrag als besonderer Zeuge für Jesus Christus zu erfüllen, sondern auch die jungen Missionare sehen ihren Missionsauftrag genauso.
Sonntag, 2. März 2014
Vom Piraten zum Nachfolger Christi
Vor mehr als einem halben Jahr ließ sich Enkelsohn Okke taufen und meine damalige Taufansprache passt gut in diese Karnevalstage, aber auch zu diesem ersten Sonntag im Frühlingsmonat März:
Ist er ein Vorbild für Dich? Handelte er nach christlichen Grundsätzen, zu denen Du Dich heute bei der
Taufe verpflichtest? Die Likedeelers nannten sich selbst Vitalienbrüder, sie
wollten also Ihr Leben lang Brüder sein, was gut ist, denn wir
verstehen uns hier auch alle als Geschwister. Auch die Idee der Likedeelers ist gut, nicht nur für den eigenen Geldsack zu sorgen, sondern Erworbenes gliks zu teilen. Dann war da aber noch die Geschichte vom Ende
der Piraten, die für eine Belohnung von 57 Dukaten verraten wurden. Zwei
Verräter hatten Blei in die Steueranlage des Piratenschiffs „Bunte Kuh“,
gegossen und es es manöverierunfähig gemacht. So wurden die Piraten
überwältigt, in Hamburg vor Gericht gestellt und zum Tode durch Enthauptung
verurteilt. Noch im Tod wollte Klaus Störtebeker seinen Brüdern helfen, indem
er es schaffte, wie die Geschichte erzählt, ohne Kopf an 23 von ihnen vorbeizulaufen, die dadurch gerettet
sein sollten. Na, das klingt alles ganz toll, war es aber aus christlicher
Sicht nicht ganz, weil die Piraten gewalttätig mit dem Schwert ihre Ideen durchsetzten.
Lieber Okke, als ich einem guten Freund erzählte,
dass ich zu Deiner Taufe fahre, bat er mich, Dich
daran zu erinnern, dass Du doch eigentlich Pirat sein möchtest, einer mit
Augenbinde und Schwert, der mit seinen wilden Kameraden das Wattenmeer vor der Nordseeküste unsicher macht: „Wir
sind die Piraten vom Wattenmeer und fahren mit Karacho auf dem Meer umher. Die
schwarze Flagge weht im Wind. Wir sind Piraten und wollen Dukaten! Und das weiß
doch jedes Kind, dass Piraten gar grausig sind.“ So hast Du begeistert
gemeinsam mit Deinem Bruder gesungen und davon hatte ich ihm einmal erzählt. Da Du in Hamburg geboren bist,
kennt Du auch die Geschichte von Klaus Störtebeker, der Anführer einer Piratenbande mit
Namen Likedeeler (gliks=gleich; Deeler=Teiler) war und reichen Kaufleuten
mit ihren Hanseschiffen das Leben schwer machte.
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| Pirat Okke |
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| Täufling Okke |
Mit der Taufe versprichst Du aber, dass Du das Schwert der
Gerechtigkeit schwingen willst und es z. B. wie St. Martin als Werkzeug zum
Teilen des Mantels benutzt, um dem frierenden Bettler zu helfen und nicht, um
andere auszurauben und zu töten. Die Taufe ist nach dem 4. Glaubensartikel die
erste Verordnung des Evangeliums und notwendig zu unserer Errettung, das heißt
zu unserem ewigen Leben. Im Johannesevangelium 3:5 sagt Christus dem Hohen
Priester Nikodemus: „Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann
er nicht in das Reich Gottes kommen.“ Und er fügt einen erklärenden Satz hinzu:
„Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, was aber aus dem Geist
geboren ist, das ist Geist.“ Du hast die Geburt Deines Bruders Tammo gerade
miterlebt. Das war die Geburt aus dem Fleisch. Deine Taufe ist nun die Geburt
aus dem Geist, dem Bündnis zwischen Dir und Deinem Vater im Himmel. Dabei wird
Dein Fleisch im Wasser der Taufe begraben und aus dem Geist wirst Du wieder emporgehoben und erhältst auch den Namen Deines geistigen Vaters, der Christus ist.
Du trägst jetzt den Namen Okke Fiedler, ein Nachfolger Christi . Was von ihm erwartet wird,
lesen wir in den neuzeitlichen Offenbarungen in L.&.B. 20:37: „Und weiter, als Gebot für
die Kirche über die Art und Weise der Taufe: Alle
diejenigen, die ... den Namen Jesu
Christi auf sich ... nehmen, mit der Entschlossenheit,
ihm bis ans Ende zu dienen, ... sollen durch die Taufe in seine Kirche
aufgenommen werden.“ Was mir dabei auch noch wichtig ist, lesen wir im Buch
Mormon in Mosia 18:11, als der Prophet Alma an den Wassern Mormons taufte: „Und
als nun das Volk diese Worte gehört hatte, klatschten sie vor Freude in die
Hände und riefen aus: Das ist unser Herzenswunsch.“ Ich hoffe, dass Du heute
mitklatschen kannst.
Wir haben von den Piraten gesprochen,
die Deinen Geist bisher beflügelt haben. Nun will ich von den Vorbildern
sprechen, die Dir für ein christliches Leben mit dem Schwert der Gerechtigkeit
und ohne Augenklappe stehen: Dein Vater, Deine Großväter sowie mit Sicherheit auch einer Deiner Urgroßväter, den ich noch
kennengelernt habe und der mir ein großes Vorbild an rechtschaffener, das heißt
christlicher Lebensführung war. Ich wünsche Dir zu diesem neuen Leben als Nachfolger Christi alles Gute und die Führung durch den Heiligen Geist, von dem Deine
Mutter noch sprechen wird."
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