Freitag, 15. Februar 2013

Laufen und nicht ermueden/Run and not be weary

Gerade im Zusammenhang mit der Rücktrittsankündigung des Papstes hat mich eine Verheißung aus dem Wort der Weisheit plötzlich ganz anders als zuvor berührt. Dieses Weisheitsgebot habe ich bisher nur aus der Perspektive der körperlichen Gesundheit wahrgenommen. Im Kapitel 89 der Lehre und Bündnisse, dem Wort der Weisheit,  findet man eben das Gesundheitsgesetz der Kirche. Diesmal wurde mir die Weisheit zum Schlüsselwort. Sie soll sich besonders im Alter beim Menschen einstellen. Die Menschen verehrten über Jahrhunderte hinweg besonders Propheten, die im Alter vorangeschritten waren, als Weise. Jetzt bemerken wir jedoch, dass nicht nur im Zusammenhang mit dem Wandel der Alterstruktur respektvolle Äußerungen gegenüber dem Alter abnehmen. Ja, es wird sogar von einer Bedrohung des Wohlstands durch das zunehmende Alter der Menschen gesprochen. Die wachsende Pflegebedürftigkeit an Altersdemenz leidender Menschen belastet darüber hinaus besonders die Sozialkassen.
In der Kirche können wir ein anderes Ziel erkennen. Wie ich schon früher erwähnte, gibt es statistisch belegte Daten, dass Mitglieder, die das Wort der Weisheit beachten, eine wesentlich höhere Lebenserwartung haben als die übrige Bevölkerung. Für sie gilt offensichtlich die Verheißung am Schluss des Wortes der Weisheit: "Alle Heiligen, die sich dieser Worte erinnern und sie befolgen ... werden Weisheit ... finden ... und werden laufen und nicht ermüden und werden gehen und nicht ermatten." L. u. B. 89, 18 ff (http://www.lds.org/scriptures/dc-testament/dc/89?lang=deu) Dies Verse schließen aber nicht aus, dass auch aktive Mitglieder schwer erkranken können. Wir wollen nicht vergessen, dass dieses Leben eine Prüfungszeit ist und für uns das Gebot gilt,  sich besonders um Kranke und Hilfsbedürftige zu kümmern.
Überdies fordert die Kirche unsere älteren Geschwister auf, aktiv zu sein und andere Menschen an ihrem Glauben und Erfahrungen teilhaben zu lassen. Sie werden gebeten, auf Mission zu gehen, wenn es die Gesundheit zulässt. Zu denen, die dieser Aufforderung gefolgt sind, gehörten auch
 Oliver und Nancy McPherson, die vor 18 Monaten auf Vollzeitmission berufen wurden und seitdem das Begegnungszentrum für Junge Erwachsene in Dortmund leiten. Da ihre Missionszeit jetzt endet, feiern wir als Gemeinde am kommenden Samstag (23. 2., 16 h) mit ihnen Abschied.
Geschwister McPherson kommen aus Fruit Heights, Utah. Sie haben acht Kinder, von denen noch 6 leben. Zur Familie gehört auch eine Navajo-Pflegetochter und zwölf Enkelkinder, von denen zwei während ihrer Missionszeit geboren wurden. Elder McPherson diente als Missionar unter den Indianern Nordamerikas. Beide stammen aus Pioniersfamilien, in denen Missionsarbeit und Dienst am Nächsten selbstverständlich waren. Elder McPherson erzählt von seinem Vater, dass der von G. A. Smith auf Mission berufen, aber nicht wieder entlassen wurde, weil der Prophet in der Zwischenzeit verstarb. So fühlte sich Vater zeitlebens auf Mission und hielt wöchentlich einmal Straßenversammlungen ab, zu denen seine Familie ihn begleitete. Geschwister McPherson waren bereit, jede Berufung anzunehmen, auch die nach Deutschland, obwohl sie sich dieser sprachlich nicht gewachsen fühlten. Sie wollten gemeinsam diese Mission erfüllen und versprachen sich gegenseitige Unterstützung. So ist es vorgekommen, dass Elder McPherson schon müde werden wollte, weil er glaubte, das Tagewerk vollbracht zu haben, während Sister Mc, wie er sie liebevoll nennt, noch einen Besuch in ihrem Tagesprogramm hatte, den sie dann als zweite oder vielleicht auch schon als dritte Meile gemeinsam ausführten.
Geschwister McPherson hatten sich vorgenommen, ihre Dienstzeit auf Mission zu dritteln, um sowohl den jungen alleinstehenden Erwachsenen(JAE´s) als auch den Missionaren und der Gemeinde zur Verfügung zu stehen. Für die JAE´s waren sie stets am Donnerstag, dem Institutsabend, dienstbereit. Bei den Missionaren sorgten sie sich um deren Wohnungen sowie um denFamilienabend am Montag, zu dem sich junge Menschen aus vielen Ländern der Welt wie Argentinien, Australien, China, Deutschland, England, Indien, Iran, Nepal, Nigeria, Österreich, Taiwan, Ukraine  und USA in wechselnder Besetzung zusammenfanden. In der Gemeinde war Schwester McPherson als Ratgeberin in der Hilfsorganisation für die Jungen Damen am späten Mittwoch Nachmittag tätig. Doch auch die vielen Besuche bei Geschwistern, besonders auch bei denen, die nicht mehr so aktiv am Gemeindeleben teilnehmen, gehören dazu. Immer gab es kleine Snacks, war ein Cooky gebacken oder eine Grußkarte geschrieben. Unermüdlich haben sie sich in den Dienst ihrer Berufung und ihrer Gastgemeinde gestellt und damit ein Beispiel dafür gegeben, was es heißt, weise zu sein, laufen und nicht zu ermüden sowie zu gehen und nicht zu ermatten. Von ganzem Herzen sagen wir Dank und werden uns Elder und Sister McPherson in ehrendem Andenken bewahren.


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Run and not be weary
 There is a promise in the word of wisdom that touched me differently when I heard about the resignation of the pope. I always looked at this commandment of Wisdom from the physical health perspective. In Doctrine and Covenants 89 we find the word of Wisdom, the “Health law” of the church. This time “wisdom” was the keyword for me. Wisdom is said to come to the old people. Over centuries people especially worshiped prophets that had reached a high age as being wise. Nowadays, where the age structure within the society has changed, we start to see a different attitude. It’s not only the lack of respect towards the older people, but also a fear for the prosperity of the nation, because of the rising average age of the people. There are more people that suffer from senile dementia and that need support and help. This presents a rising problem for the social security fund.
In the church we can see a different trend. As I have mentioned before we find statistical evidence that members who follow the word of wisdom have an even higher average life expectancy. This is where we can see the fulfilment of the promise at the end of the Word of Wisdom “And all saints who remember and keep these sayings…shall find wisdom… and shall run and not be weary, and shall walk and not faint.” D&C 89, 18-20 (http://www.lds.org/scriptures/dc-testament/dc/89?lang=eng) These verses don’t mean, though, that there aren’t any members who get severely sick or experience any health problems. We have to remember that this life is a test and that we have the commandment to love and care for each other especially the weary and sick!
In the church though the elderly are actively asked to let others take advantage of their experiences and faith and are asked to sign up for full time missions. We are grateful to those who follow this calling and one of these special couples is Oliver and Nancy McPherson. Eighteen months ago they were called to serve in the outreach centre for young adults here in Dortmund. Since their time has come to an end, we celebrate their farewell on this coming Saturday (23rd of February at 4pm). 
Elder and Sister McPherson are from Fruit Height in Utah. They have eight children of whom six are alive. They also have a Navajo foster daughter and twelve grandchildren. Two of those grandchildren were born while they served in Germany. Elder McPherson served as a young fulltime missionary among the North American Indians. Both Elder and Sister McPherson have a pioneer heritage that gave them a natural understanding of why missionary work and service to others are essential. Elder McPherson tells us about his father who was called on a mission by G.A. Smith. Since the Prophet died while he was serving no one ever released him. So he felt that he had to fulfil a lifelong mission and actually had weekly street meetings that he took his family to.
Elder and Sister McPherson were willing to serve anywhere even if it meant to come to Germany where they didn’t speak the language. They wanted to fulfil this mission together and promised to support each other. So it happened that Elder McPherson was tired and ready to go home but Sister Mc, how he affectionately calls her, had one more visit on her ‘to do’ list. They then walked this second or even third mile and made that visit together.
Their plan was also to divide up their time between the Young Adults, the missionaries and the ward. They prepared and held the institute evenings on Thursday, held weekly Family Home Evenings for the missionaries and their investigators, who came from various countries like China, Germany, England, India, Iran, Nepal, Nigeria, Austria, Taiwan, Ukrain and the US. And last but not least Sister McPherson served as counsellor in the ward Young Women  presidency. They also visited many members, especially those who were less active or who couldn’t participate in the ward life anymore. There were also little snacks or cookies or cards that were prepared. They tirelessly served in their calling and their guest ward and set an example of what it means to be wise, run and not get weary and walk and not faint. We want to thank them with all of our hearts and will always keep Elder and Sister McPherson in treasured memories.

Kommentare:

  1. HiWalter. I thanked you very much for that article and aprpeciated to read about the background, as I most knew before, by Elder and Sister Mc Pherson. I felt comfortable to briefly comment that aticle and approach church day coming and apparently that saturday, as we could see as an exceptional date for the dinner invitation you articulated, as I was apparently, as that was right to write, less long at Germany. Elder Yup wrote. Y.

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  2. An space between that least first i and W could be added and I, as written wrote.Y.

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  3. Danke für den schönen Artikel und auch hier meinen Respekt und Liebe für die McPhersons!

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